"Mit 80 Trommeln um die Welt"
Das Tagebuch des Herrn Helge Olle
September 2004
04.09.2004, Adelaide
Nach dem tropischen Nordosten von Australien sind wir Richtung Westen ins Outback von Queensland und North Australia. Beim Reinfahren in die Wüste (auf dem Highway) haben wir erst überlegt, ob wir es wirklich wagen sollten mit dem Auto etc., nach tausend Kilometern reinfahren waren wir zu weit um zurück zu fahren und dann sind wir einfach weiter gefahren (wie so oft:))
Die Wüste ist der Hammer!! Man fährt stundenlang auf einer Straße die nur geradeaus geht, von der du aber das Ende am Horizont nicht sehen kannst. Links und rechts neben der Straße so weit man sieht nur "Wüste". Naja es war nicht nur Sand wie man sich das in der Wüste vorstellt, sondern eher Steppe mit kleinen Büschen auf rotem und weißem Sand. Am Straßenrand lagen tote Känguruhs wie überall in Australien nur hier ungefähr 10 mal mehr. Neben den Känguruhs haben wir ein Pferd und einige Kühe gesehen, die verendet und teilweise schon aufgebläht von der Hitze am Straßenrand lagen. Nicht dass das die Hauptattraktion war, aber man konnte es einfach nicht übersehen:) Einmal sind wir, weil wir nicht ausweichen konnten (scheiss arrogante Roadtrains, Trucks mit 3 Anhängern, die kein Stück zur Seite fahren) über ein schon tot auf der Straße liegendes Känguruh rüber gefahren. Danach hat unser Auto 3 Tage nach Verwesung gestunken. Wir haben natürlich auch ein paar lebende Tiere gesehen. Unter anderem Emus und Zebrafinken (ist komisch die frei zu sehen, wenn man gewohnt ist die zu Hause im Kaefig zu sehen).
Geschlafen haben wir auf den Parkplätzen im Nichts meist begleitet von der "Grey Army", so heißen die Senioren, die mit ihren Campervans durch Australien fahren und auch auf Parkplätzen schlafen, wo Sie meist ahnungslose Backpacker finden die Sie mit ihrer Lebensgeschichte zutexten können. Naja manchmal sind sie auch ganz nett:) Nach 1,5 Wochen Outback, heißen Tagen und teilweise extrem kalten Nächten haben wir uns entschieden nochmal ein bisschen zu arbeiten und sind nach South Australia in die Nähe von Adelaide gefahren und hier ein bisschen Orangen zu pflücken.
Nachdem wir uns die Arme zerkratzt und ein paar Äste in die Augen gerammt haben (für diejenigen, die irgendeine romantische Vorstellung vom Orangenpflücken haben sollten:) )haben wir auf unserer Farm alles weggepflückt und nach einem Tag Suche festgestellt, dass es keine Jobs mehr gibt
Drum fahren wir jetzt zurück nach Sydney, Auto verticken und Matze besuchen.
Groeten from Australia.